Mit Kind zum Zahnarzt

Mit Kind zum Zahnarzt

Mit Kind zum Zahnarzt – Familienvater gibt Tipps

VORBEREITEN AUF DEN ERSTEN ZAHNARZTBESUCH:

Als unsere erste Tochter das erste Mal zum Zahnarzt musste, habe ich vorher tagelang überlegt, wie sich das Erlebnis gut gestalten lässt. Und ich habe überlegt, was bei mir damals falsch gelaufen ist. Vielleicht lag es einfach an dem Namen des Zahnarztes? Der klingt ein bisschen nach stechen, nach Schmerz eben. Noch heute, wenn ich in der alten Heimat meine Tante besuche und an seiner immer noch bestehenden Praxis vorbeifahre, spüre ich das ungute Gefühl des Ortes. Vermutlich war er als Zahnarzt einfach nicht einfühlsam genug.

Ich jedenfalls habe mich entschieden, mit dem Zahnarztbesuch meiner ersten Tochter auch meine Ängste in den Griff zu kriegen. Ich bin nach längerer Recherche zu passenden Kinderzahnärzten am Ende mit ihnen zu meiner Zahnärztin gegangen. Mit der hatte ich im Vorfeld das erste Mal so richtig über meine Ängste gesprochen und sie ist sehr nett darauf eingegangen.

Kinder sah ich auch regelmäßig im Wartezimmer, die etwas älteren auch schon teils ohne Eltern. Das hinterließ in der Summe ein gutes Gefühl – und genau darum geht es wohl im Kern.

VERTRAUEN ZUM ZAHNARZT IST DAS A UND O

Es sollte ein Vertrauensverhältnis bestehen. Eltern sollten den behandelnden Zahnarzt kennen und ihm vertrauen, wenn sie die Kinder in eine Behandlungssituation geben. Ganz wie beim Kinderarzt auch. Je sicherer sich die Eltern in ihrer Wahl sind, umso besser.

Und noch etwas anderes hat uns total gut geholfen hat, den Zahnarztbesuch zu einer möglichst normalen Sache zu machen: Wir sind mit allen Kindern auf einmal gegangen. Das minimalisiert einerseits den Aufwand einen Termin zu finden und überhaupt zur Praxis „anzureisen“. Viel wichtiger ist aber, dass alle Kinder sich gemeinsam dabei erleben, wie ihre Zähne untersucht werden. Und sehen, dass alles ganz normal ist.

Die Kleinen sitzen immer bei Mama oder Papa auf dem Schoß und fahren gemeinsam mit dem Stuhl hoch und runter. Diese geborgene Ausgangslage sorgt für Entspannung – und das ist gerade die ersten Male so wichtig.

DER MENSCH MACHT DEN UNTERSCHIED

Sollte es zu einer Behandlung kommen müssen, sind sicherlich noch einmal deutlich mehr Nerven und Einfühlungsvermögen gefragt. Aber grundsätzlich gehen wir an dieser Stelle von Vorsorgeuntersuchungen aus. Bei uns gab es einmal einen Kariesverdacht und es musste etwas gebohrt werden. Es stellte sich als Fehlalarm heraus, aber das „betroffene“ Kind hat die Sache ganz locker genommen, nachdem die Zahnärztin ihr vorher alles einmal genau und ganz in Ruhe erklärt hatte. Wieder war mir bewusst, dass es die Menschen und ihre individuelle Herangehensweise sind, die den Unterschied machen.

Wie überall im Gesundheitswesen. Ein paar Jahre nach dem ersten Zahnarztbesuch der Tochter habe ich mir bei der Zahnärztin übrigens die Weisheitszähne ziehen lassen. Und es war gar nicht so schlimm – auch deshalb nicht, weil ich mit meinen Kindern so viel beim Zahnarzt war und erlebt habe, wie normal das für sie „einfach so“ ist.

Quelle: https://ergodirekt.de/de/service/magazin/gesundheit/Zaehne/mit-kind-zum-zahnarzt.html

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